„Betreubares Wohnen“ und „Raabtalhaus“

Anmerkung zum Bau „Verein-Raabklammhaus“ bzw. „Betreubares Wohnen“ und Planungs- und Bauaufsichtsvergabe „Raabklammhaus“ bzw. Planungs- und Bauaufsichtsvergabe „Betreubares Wohnen“.

Als Bürger der Gemeinde Mortantsch und Mitglied der Bürgerliste Mortantsch (BLM) habe ich bei der Sitzung feststellen müssen, dass ständig von einem Grundsatzbeschluss die Rede war, aber die Projektierung und Finanzierung beider Bauten schon weit fortgeschritten ist.
Einem Grundsatzbeschluss bezüglich „Betreubarem Wohnen“ hätte die BLM gerne zugestimmt. Einem bereits weit fortgeschrittenem Projekt mit vielen offen Fragen (Bebauungsmöglichkeit – Rutschgebiet?, Betreibung – wer kommt für Leerstände auf?, u.a.) ist nicht zuzustimmen.
Wenn der Ort des Baus, die Finanzierung (Wie kann das Land dafür bereits 800.000 Euro zusagen, wo es ja nur grundsätzlich darum geht so ein Projekt zu errichten?), die Planung (läuft übrigens schon seit 2015 über das Planungsbüro Friedrich) u.a. so weit fortgeschritten sind ist das aus meiner Sicht kein Grundsatzbeschluss mehr.
Auch die SPÖ hat dem geschlossen nicht zugestimmt.
Interessanterweise reden alle ÖVP-Mandatare über einen Grundsatzbeschluss, obwohl es ja schon viel mehr ist. Öfters wurde dies bei der Sitzung auch von ÖVP-Seite betont, dass es NUR ein Grundsatzbeschluss sei.
Was den Bau eines „Raabtalhauses“ anlangt ist zu fragen, ob es Aufgabe einer Gemeinde ist, ein Gasthaus zu bauen und zu betreiben?

Ich findes es schade, dass im Vorfeld nicht mehr Aufklärungsarbeit geleistet wurde und die ernste Sache wirklich stümperhaft in der Sitzung über die Bühne gebracht wurde. Ich selber habe deshalb als Zuschauer auch vorzeitig die Sitzung verlassen. Gute, transparente Kommunikation sieht anders aus.
Wurde hier versucht schnell zu Ehren von Bgm. Breisler- quasi als Abschiedsgeschenk – dieses Projekt mit den Stimmen der ÖVP (die Opposition braucht man ja nicht) noch schnell auf Schiene zu bringen?

Mit dem Bürgermeisterwechsel an Peter Schlagbauer Ende Oktober wird sich zeigen wie es weitergeht.

Robert Pretterhofer

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